Jahresbericht 2017

Unser Jahresbericht informiert alljährlich über unsere Bemühungen und gibt interessante Einblicke in unsere Arbeit. Die Tätigkeitsberichte und der statistische Anhang sind auch online verfügbar: → Jahresbericht 2017

Gewalt gegen Frauen hat im vergangenen Jahr durch die #metoo Debatte zu großer medialer Aufmerksamkeit und zahlreichen Diskussionen geführt, die auch vor Österreich nicht Halt gemacht haben. Der Zusammenhang von Macht, Abhängigkeit und Gewalt wurden sehr klar aufgezeigt und patriarchale Strukturen demaskiert. Aber die Frauen, die mutig ihre Erfahrungen öffentlich machen, sahen sich nicht nur mit Verständnis und Unterstützung konfrontiert, sondern mit Beschimpfungen, Hass-Postings und Verächtlichmachung, also nochmals mit Gewalt. Was wir derzeit erleben, ist einerseits ein vor allem durch Social Media unterstütztes feministischen Aufbegehren, andererseits ein Erstarken rechter Politik, deren Agenda nicht gerade mit feministischen Themen und Programmen auffällt, sondern sehr traditionelle, patriarchale Werte und Gesellschaftsformen vertritt. Es ist ein Widerspruch in sich, gegen Gewalt an Frauen und Kinder aufzutreten, aber gleichzeitig gesellschafts-, sozial- und wirtschaftspolitische Weichen zu stellen, die der Gleichstellung von Frauen, einem selbstbestimmten Leben und einem angemessenen Gehalt zuwiderlaufen. Nur eine Politik, die dafür sorgt dass Männer und Frauen auf Augenhöhe miteinander leben und arbeiten, leistet einen wirksamen Beitrag gegen Gewalt. Wir haben daher auch weiterhin viel Arbeit zu leisten. Detaillierte Informationen darüber können Sie unserem Jahresbericht 2017 nachlesen: